Archiv 2012

Adventscafé des Betreuungsvereins

Am Montag, den 10.12.2012 fand das alljährliche Adventscafé unseres Betreuungsvereins im evangelischen Gemeindehaus in Emmendingen statt. In gemütlicher Atmosphäre ließen unsere Betreuten, unsere ehrenamtlichen Betreuer und wir Mitarbeiter das Jahr ausklingen. Die leckeren Kuchen wurden von unseren Ehrenamtlichen gebacken. Außerdem haben wir uns sehr über eine Tortenspende der Bäckerei Heitzmann gefreut.

 

Höhepunkt des Nachmittags war die abwechslungsreiche Zaubershow von Zauberer Pino, der viele Besucher zum Mitmachen animierte und mit seinen lustigen Tricks alls zum Staunen und Lachen brachte.

 

Allen, die bei unserem Adventscafé nicht dabei sein konnten, wünschen wir auf diesem Wege eine schöne Weihnachtszeit und ein gesegnetes Neues Jahr 2013!

Betreuungsverein Netzwerk jetzt auch auf betterplace.org

Der Betreuungsverein Netzwerk ist jetzt auch auf betterplace.org mit einem Projekt vertreten. Betterplace ist eine Online-Spendenplattform, auf der sich soziale Einrichtungen mit ihren Projekten vorstellen können und Spender sich ganz bewusst ein Projekt aussuchen können, für das sie spenden möchten. Dabei kann ganz leicht und sicher gespendet werden. Außerdem erhalten Sie auf der dortigen Seite stets aktuelle Informationen bezüglich des Projekts. Für mehr Informationen können Sie einfach unten auf "Spenden" klicken (Sie spenden dann noch nicht automatisch).

 

Wenn Sie den Betreuungsverein unterstützen möchten, aber lieber klassische Überweisungsträger bevorzugen, können wir Ihnen gerne einen Vordruck zukommen lassen. Rufen Sie uns doch einfach an, wenn Sie uns unterstützen möchten.



Betreuungsverein erhält Spende

Foto: Thomas Kunz

Dank einer Spende der PSD Bank verfügt der Betreuungsverein seit Mitte August über ein neues Auto. Der Betreuungsverein NETZWERK Diakonie Emmendingen e.V. bedankt sich ganz herzlich für diese großzügige Spende, mit deren Hilfe wir in Zukunft noch besser zu unseren KlientInnen kommen können.

 

siehe auch: Pressemitteilung der PSD-Bank

                  Zeitungsartikel in der Badischen Zeitung

Betreuungsverein feiert 10-jähriges Jubiläum

Artikel aus Badischer Zeitung

 

Hilfe in schwieriger Lage

 

Seit zehn Jahren arbeitet das Netzwerk Diakonie vornehmlich für altersverwirrte Menschen.

 

EMMENDINGEN. Zum zehnjährigen Bestehen des Betreuungsvereins Netzwerk Diakonie (BTV) in Emmendingen und dem zwanzigsten Geburtstag der Reform des Betreuungsrechts feierten Vertreter sozialer Einrichtungen, des Amtsgerichts und viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter bei Musik der Anja Erfurt Band und einem Buffet.

Dekan Friedrich Geyer ging auf die Kooperation verschiedener Einrichtungen ein und erklärte die besondere Motivation der Mitarbeiter, sich für die Klienten einzusetzen. Dieter Sprich, erinnerte an die Anfänge des Vereins und über den Anstieg der Klientenzahlen (derzeit: ehrenamtliche Betreuungen: 125, hauptamtliche Betreuungen: 102) und sprach über aktuelle Herausforderungen.

Sozialpädagogin Silke Funk sprach über das Thema Vorsorgevollmacht und berichtete über ihr Tagesgeschäft. Nicht immer sei sie oder ihre Kollegen gerngesehene Gäste. Denn eine ihrer häufigsten Aufgaben ist die Übernahme einer gesetzlichen Betreuung, die sie überwiegend für altersverwirrte Menschen leiste. "Die Betroffenen wollen von sich aus oft nicht, dass sie jemand betreut", sagte Funk. Deshalb müsse sie die ersten Kontakte sehr behutsam gestalten. Ein anderer klassischer Fall liege vor, wenn Menschen zum Beispiel nach einem Unfall nicht für sich eintreten können, weil es weder Verwandte noch Vorsorgevollmacht gebe. Das Amtsgericht erlasse dann einen Beschluss auf gesetzliche Betreuung, sodass der BTV mit seinen 122 ehrenamtlichen und fünf hauptberuflichen Mitarbeitern " in Vermögens- oder Gesundheitsfragen entscheide. Funk: "Wir schreiten erst ein, wenn der Betreute nicht mehr entscheiden kann."

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Alle Mitarbeiter seien gut geschult, schließlich gehe es um die äußerst sensible Frage, in welchen Rechten ein Mensch beschnitten werden könne. Seit der Reform des Vormundschaftsrechts im Jahr 1992 werden betreuungsbedürftige Menschen nicht mehr komplett entrechtet, sondern bekommen vom Amtsgericht einen Betreuer zugewiesen, der ihnen nur bei genau benannten Aufgaben hilft. Helfer zu finden ist schwierig. "Wir suchen ständig, denn die Anforderungen an Bewerber sind hoch", sagte Geschäftsführer Christopher Tänzel. "Die Betreuungen werden grundsätzlich komplizierter", sagte Tänzel und machte dafür eine "zunehmende Verrechtlichung der Betreuungsaufgaben" verantwortlich. Zudem werde die Arbeit zeitintensiver. Sei früher die Vermögensverwaltung Hauptaufgabe der Betreuer gewesen, so rücke heute die persönliche Hilfe in den Vordergrund.

Insgesamt gibt es im Kreis Emmendingen zunehmend mehr Menschen, die der Betreuung bedürfen. Die fünf hauptamtlichen Betreuer des BTV sind allein nicht in der Lage, das wachsende Aufgabenfeld abzudecken. Ihnen bleiben die besonders schwierigen Fälle. Im Kreis Emmendingen mit seinen zahlreichen Behinderteneinrichtungen, Alten- und Pflegeheimen und des Zentrums für Psychiatrie ist der Bedarf überdurchschnittlich hoch, wie im Rahmen der Feier erläutert wurde. Für ihre Arbeit erhalten die Ehrenamtlichen wahlweise eine Jahrespauschale oder bekommen ihre Kosten erstattet. Die Arbeit wird finanziert aus Mitteln des Landkreises und eines Zuschusses des Kommunalverbandes Jugend und Soziales und des Landes. Und die Aufgaben werden nicht weniger. Für Funk gehört dies zum Arbeitsalltag. Dennoch hat sie Freude an ihrer Tätigkeit. "Es gibt immer wieder Erfolgserlebnisse."

 

Weitere Infos im Internet unter http://www.diakonie-emmendingen.de





Illustrationen

Die Illustrationen wurden von Sonja Männel-Schabinger erstellt.

Gedichte einer Betreuten

Dieser Kummer dieser Schmerz

er kehrt immer wieder und trifft mich mitten ins Herz

Ständig diese Angst zu versagen

jeden meiner Schritte muß ich hinterfragen

 

Warum nur macht sicher immmer wieder Verzweiflung breit

Wo gehöre ich hin warum ist der Weg so weit

in ein ausgefülltest Leben

wer kann mir Halt und Augeglichenheit geben

 

An manchen Tagen ist es so dunkel um mich

ich bin fast wie gelähmt vor lauter Trauer und suche das Licht

Komme mir vor wie in einer anderen fremden Welt

die mich umschlungen und gefangen hält

 

Weiß nicht wohin mit mir; weiß oft gar nicht wer ich bin

macht das Leben so überhaupt noch Sinn???

Finde mich nicht zurecht in diesem Labyrinth

fühl mich oft hilflos wie ein kleines Kind

 

Sehne mich nach Vertrauen und Geborgenheit

was letzendlich bleibt ist nur die Unsicherheit

Warum nur bin ich so gespalten und warum ist so viel Widerspruch in mir

und immer diese Angst, daß ich mich irgendwie verlier

 

Daß er fast zu zerplatzen droht

Wie oft im Leben wünschte ich mir schon den Tod

Und dennoch habe ich immer wieder versucht

weiter zu kämpfen

 

Bis die schlechte Stimmung kam, und dabei war

all meine Illusionen und meine Freude

am Leben zu dämpfen.

 

Immer wieder diese Einbrüche, und man

weiß gar nicht so recht wieso, weshalb, warum

und dabei mache ich mir doch jeden Tag

auf's Neue den Buckel krumm

Um nicht unterzugehen; und irgendwann

hoffentlich den Horizont zu sehen.

Immer viel zu nahe am Abgrund

und zu oft unter Spannung und Strom

Hin und wieder verstummt man fast,

Es fehlt der Ton

 

Traurigkeit und Ängste machen sich breit

und man überlegt;

Rettet mich die Zeit?

Läuft es einmal richtig gut,

kommt die kräftige Welle

Kommt die Flut

Die einen zu ersticken droht

Und mit einem Schlag

befinde ich mich in größter Not

 

Hab keine Kontrolle über mich,

meine Gefühle, mein Befinden

fühle mich wie ein gehetztes

verletztes Tier

kann mich nur noch winden

in all dem Chaos, das mir die Luft zum Atmen nimmt

wie wenn eine zweite Person über mich bestimmt

 

Bin irgendwie gespalten und fast zerissen zugleich

Würde dem Ganzem am liebsten entfliehen

Was stimmt nicht mit mir; was paßt nicht zusammen???

 

Ist es die Hülle oder der Inhalt

Auf jeden Fall entfacht es in mir so ein Bangen

Wie ich Tag für Tag auf's Neue

mit diesem Überlebenskampf fertig werden soll

Nichts Halbes und Nichts Ganzes

weder Fisch noch Fleisch

 

Ich hab ja so die Schnauze voll

Immer wieder diese Widersprüche in mir

Es gibt kein Fliehen, kein Entrinnen

Manchmal bin ich wie von Sinnen

Wenn ich nichts dafür tun würde,

könnte ich es vielleicht doch noch verstehen;

Doch trotz der Mühe;

ist of kein Land zu sehen

Es macht mich wahnsinnig,

diesen Stimmungsschwankungen so ausgeliefert zu sein

Die Kontrolle über mich zu verlieren,

ist oft so beängstigend;

daß ich das Bedürfniss habe

alles zusammenzuschlagen zu müssen

Dennoch möchte ich die Kraft der Wut nicht missen

So lange ich Wut habe, ist noch ein Hauch Leben in mir.

Besser als depressiv zu sein

Dann fühlst Du Dich nur noch schwach, leer, hilflos und allein

Manchmal möchte ich so gerne meiner Mutter

an den Kragen; und ihr endlich mal all das sagen,

was ich schon seit Jahren in mich hineingefressen

und hinuntergeschluckt habe.

 

All die Trauer und der Schmerz in mir, für den sie

mit Sicherheit mitverantwortlich ist.

Die vielen Male; als ich sie ohne Worte angefleht habe

mich zu lieben, sie hat es nicht verstanden;

ist auf und derselben Stelle stehengeblieben.

Hat wahrscheinlich ihre eigenen schlechten Erfahrungen

an mich weitergegeben; und es war nie wirklich in ihrem Bestreben,

mich als ihre Tochter zu akzeptieren

Ja aber was zum Henker hatte sie denn zu verlieren???

 

Seltsamerweise fiel es ihr bei den anderen Kindern nie schwer

Na ja; es war ja auch keines so verhaltensauffällig wie ich.

Haben zumindest immer alle behauptet.

Die Diagnose war ziemlich schnell gestellt

Aber heutzutage gibt es auch Medikamente

für Krankheiten, die es noch gar nicht gibt

Immer dieses Gefühl; nicht gut genug zu sein

um auf dieser Welt zu bestehen

und in meinem Kopf

beginnt sich wieder unaufhörlich

die Spirale zu drehen

 

Habe ich überhaupt das Recht zu leben; wenn mein eigen

Fleisch und Blut mir immer wieder zeigte

wie unerwünscht ich doch eigentlich bin

Wer so eine Mutter hat, braucht eigentlich gar keine

Wie kann man ein kleines hilfloses Wesen, daß man

9 Monate unter dem Herzen trug so so verachten???

Wie verbittert muß man sein; da muß schon

einiges schief gelaufen sein.

Ich weiß nicht - soll ich traurig oder wütend sein

Ich kann über vieles hinwegsehen,

aber wenn man seinem eigenem Kind

(aus was für Gründen auch immer)

die Liebe verweigert;

und dann noch so krasse Unterschiede

bei den Kindern macht

das kann, will und werde ich nie verzeihen



Betreuungsverein NETZWERK Diakonie Emmendingen e.V.

Karl-Friedrich-Straße 21

79312 Emmendingen

 

E-Mail

 

Tel.:  07641 / 962 97 50

Fax:  07641 / 962 97 57

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